Besserung von seelischem Leiden erfordert in der Regel eine Veränderung bei sich selbst.
Sich auf diesen Weg zu begeben fällt oft leichter, wenn man dabei nicht alleine ist. Eine Gruppe gibt Halt, motiviert und hilft dabei, eingefahrene Verhaltensmuster zu korrigieren.


Im Austausch mit anderen Betroffenen und über deren Rückmeldungen ist es meistens leichter, das eigene Problem zu verstehen und liebevoller mit eigenen Misserfolgen und Schwächen umzugehen. 

Die Unterstützung und Akzeptanz, die Patienten in diesem geschützten Raum erfahren, sind zentrale Erfahrungen, die weit über die eigentliche Therapiezeit hinaus begleiten.

 

Neben den Faktoren, die in Einzeltherapien wirken, sind in Gruppen zusätzliche Faktoren wirksam: 

  • Im Erfahrungsaustausch mit anderen zu erleben, dass man verstanden, akzeptiert und wertgeschätzt wird - mit allen Stärken und Schwächen
  • Lernen am Vorbild, aber auch aus den Schwierigkeiten der anderen
  • die Veränderungen der anderen lässt die Zuversicht wachsen, selber Fortschritte machen zu können
  • die Erfahrung, anderen helfen zu können, stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
  • im geschützten Rahmen können die Fähigkeiten verbessert werden, mit anderen Menschen auf konstruktive Weise umzugehen - z.B. seine Gefühle besser auszudrücken oder sich abzugrenzen oder Kritik zu üben, ohne dadurch die Beziehung zu beschädigen 
  • sich selber positiv zu sehen ist leichter, wenn man erlebt, wie liebenswert und kompetent andere Menschen mit der gleichen Erkrankung sind